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Vortragabend
Unerwünsche Insekten im Fokus
Nach den grösseren tierischen Einwanderern galt das Thema des diesjährigen Vortrags zwei unerwünschten Insekten. Larissa Oliver begrüsste die drei Referenten dieses informativen Abends: Stefan Egli, Imker aus Leidenschaft und Maria Corpataux, Betriebsberaterin, Biene Schweiz und Elenor Fiechter, Leiterin Pflanzenschutzdienst, Ebenrain.
Stefan Egli informierte anhand von Bildern über die asiatische Hornisse, deren Merkmale und Aussehen mit braun-gelb gestreiftem Hinterleib, die sie unterscheiden von der heimischen europäischen Hornisse mit gelb-schwarz gestreiftem Hinterleib. Dazu zeigte er lebende Exemplare in einem Glas. Die mitgebrachten Nester zeigten die riesige Dimension und die entsprechende Grös-se der Völker mit enormem Bedarf an Nahrung von Insekten aller Arten.
Die Imker sind besorgt um ihre Honigbienen und sind darum interessiert an der Bekämpfung der gefrässigen und aggressiven neuen Hornissenart. Aber auch die Wildbienen sind bedroht und somit die Biodiversität und Bestäubung der Obstbäume. Auch Früchte werden befallen.
Die Imker sind besorgt um ihre Honigbienen und sind darum interessiert an der Bekämpfung der gefrässigen und aggressiven neuen Hornissenart. Aber auch die Wildbienen sind bedroht und somit die Biodiversität und Bestäubung der Obstbäume. Auch Früchte werden befallen.
Maria Corpataux bekämpft sie zusammen mit einem Kollegen in dickem Schutzanzug und einer Auszugslanze, durch die in die angestochenen Nester Aktivkohle eingeblasen wird. Wenn ihr Nester gemeldet werden, ist es oft ein Problem sie in hohen Bäumen zu erreichen, in dichten Hecken oder sie anhand von gemeldeten beobachteten umherfliegenden Hornissen mit Triangulation und Telemetrie überhaupt zu finden.
Und so ist sie oft die ganze Woche von morgens bis abends unterwegs und angesichts der schnellen Ausbreitung überfordert. Darum wünscht sie personelle und finanziellé Unterstützung von der Politik für eine wenigstens wirksamere Bekämpfung, denn Ausrottung ist unmöglich. 2022 wurde das erste Nest der aus Frankreich eingewanderten Hornisse entfernt und inzwischen von 280 Nestern 253 beseitigt.
Elenor Fiechter erzählte in blumigen Worten von ihrem Kampf gegen den Japankater, der zwar ähnlich aussieht wie Mai- und Junikäfer, aber nur so gross ist wie eine Kaffeebohne. Die Bilder von den befallenen kahlen Fussballfeldern in der Brüglinger Ebene sind beeindruckend und die Bekämpfung der gefrässigen Engerlinge der Japankäfer sehr aufwendig, wie sie die Referentin mit ihren Bildern zeigte. Die enormen Schäden, die die Käfer im Tessin in den Tessiner Rebbergen angerichtet haben, wenn sie zu Tausenden einfallen sind erschreckend und darum ist höchste Alarmstufe angesagt für die Landwirtschaft, da sowohl Blätter wie Früchte befallen werden, deshlab sind Überwachung und und Massnahmen zur Bekämpfung dringend nötig.
Beobachtungen aus der Bevölkerung sind erwünscht mit Foto von Hornissen oder Nest auf www.asiatischehornisse.ch und für Japankäfer die Hotline Telefon: 061 26764 00.
Bericht aus der ObZ vom 13.11.2025 (Seite 12) Ursula Handschin